Die 10 wichtigsten Fragen zum Immobilienverkauf – beantwortet

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Steffen Speck

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Wie lange dauert ein Immobilienverkauf?

Die Verkaufsdauer einer Immobilie hängt von mehreren Faktoren ab: Lage, Zustand, Preis und Marktsituation spielen eine zentrale Rolle. In Villingen-Schwenningen und der Region liegt die durchschnittliche Verkaufszeit zwischen drei und sechs Monaten – von der ersten Bewertung bis zum notariellen Abschluss.

Entscheidend ist die Vorbereitung. Wer seine Immobilie realistisch bewertet und professionell vermarktet, findet schneller qualifizierte Käufer. Eine zu hohe Preisvorstellung verlängert den Prozess erheblich, weil Interessenten ausbleiben oder nur halbherzige Angebote kommen.

Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Makler kann die Verkaufszeit verkürzen. Durch zielgerichtete Vorauswahl der Interessenten, professionelle Exposés und ein lokales Netzwerk werden nur seriöse Kaufinteressenten zur Besichtigung eingeladen. Das spart Zeit und vermeidet Besichtigungstourismus.

Was kostet ein Immobilienmakler?

Die Maklerkosten beim Immobilienverkauf sind gesetzlich geregelt. Seit Dezember 2020 gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt auch die Provision – allerdings kann die Provision bei Wohnimmobilien (Häuser, Wohnungen) geteilt werden. Eine Hälfte der Verkäufer und die andere Hälfte trägt der Käufer. Wichtig: Die Provision muss gleich hoch sein!

Die Maklerprovision liegt in der Regel zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises, abhängig von Region und Vereinbarung. In Baden-Württemberg sind 3,57 Prozent (3 Prozent plus Mehrwertsteuer) pro Partei üblich – also insgesamt rund 7,14 Prozent.

Abweichungen sind möglich bei:

  • Mehrfamilienhäusern
  • Gewerbeimmobilien
  • Grundstücken

In solchen Fällen ist die Provisionsverteilung frei verhandelbar – teilweise übernimmt hier sogar der Käufer die gesamte Provision.

Wann wird die Maklerprovision fällig?

Die Provision wird in der Regel:

  • nach Abschluss des notariellen Kaufvertrags fällig
  • oft innerhalb weniger Wochen zahlbar

Wichtig: Ohne erfolgreichen Abschluss besteht kein Anspruch auf Provision (§ 652 BGB).

Was viele nicht bedenken: Ein professioneller Makler erzielt oft einen höheren Verkaufspreis, der die Provision mehr als ausgleicht. Dazu kommt die Zeitersparnis, die rechtssichere Abwicklung und die Entlastung bei Besichtigungen und Verhandlungen. Die Investition zahlt sich aus, wenn Sie auf Expertise und lokale Marktkenntnis setzen.

Muss ich vor dem Verkauf renovieren?

Eine häufige Frage beim Hausverkauf: Lohnt sich eine Renovierung vor dem Verkauf? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Nicht jede Renovierung steigert den Verkaufspreis im gleichen Maße wie die Investition.

Kleinere Schönheitsreparaturen – frische Wandfarbe, gepflegte Außenanlagen, saubere Fenster – machen einen positiven ersten Eindruck und kosten wenig. Größere Sanierungen wie neue Bäder oder Küchen rechnen sich meist nicht, es sei denn, die Immobilie ist in sehr schlechtem Zustand.

Eine realistische Werteinschätzung hilft bei der Entscheidung. Oft ist es sinnvoller, die Immobilie im aktuellen Zustand zu verkaufen und den Preis entsprechend anzupassen. Käufer kalkulieren ohnehin mit eigenen Renovierungsplänen. Entscheidend ist eine ehrliche Darstellung des Zustands – Transparenz schafft Vertrauen.

Wie finde ich den richtigen Verkaufspreis?

Der richtige Preis beim Immobilienverkauf ist der wichtigste Erfolgsfaktor. Zu hoch angesetzt, bleibt die Immobilie monatelang auf dem Markt. Zu niedrig, verschenken Sie Geld.

Eine fundierte Wertermittlung berücksichtigt Lage, Größe, Zustand, Ausstattung und aktuelle Marktpreise vergleichbarer Objekte. Als geprüfter Immobilienbewerter und Sachverständiger für Markt- und Beleihungswertermittlung erstelle ich Bewertungen, die sich in der Praxis bewahrheiten – keine Schönfärberei, sondern realistische Einschätzungen.

Online-Bewertungstools liefern oft nur grobe Richtwerte. Sie berücksichtigen keine individuellen Besonderheiten wie Sanierungsstau, besondere Ausstattungsmerkmale oder mikrolokale Faktoren. Lokale Marktkenntnis – die Mentalität der Menschen, die Nachfrage in bestimmten Stadtteilen, aktuelle Entwicklungen – ist durch Algorithmen nicht zu ersetzen.

Was passiert bei Mängeln an der Immobilie?

Mängel müssen beim Immobilienverkauf offengelegt werden. Die Verkäuferhaftung verpflichtet Sie, bekannte Schäden und Mängel dem Käufer mitzuteilen. Verschweigen Sie wesentliche Mängel, drohen später Schadensersatzforderungen oder sogar eine Rückabwicklung des Kaufvertrags.

Typische Mängel sind Feuchtigkeitsschäden, Risse im Mauerwerk, veraltete Elektrik oder Probleme mit der Heizung. Eine ehrliche Kommunikation ist hier der beste Weg: Legen Sie Mängel offen und passen Sie den Preis entsprechend an.

Viele Käufer akzeptieren Mängel, wenn sie transparent dargestellt werden und sich im Preis widerspiegeln. Ein professionelles Exposé benennt Schwachstellen sachlich und zeigt gleichzeitig das Potenzial der Immobilie. So vermeiden Sie spätere Konflikte und schaffen eine vertrauensvolle Verhandlungsbasis.

Wie läuft eine Besichtigung ab?

Die Besichtigung beim Hausverkauf ist der erste persönliche Kontakt zwischen Verkäufer und Interessent. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend: Die Immobilie sollte aufgeräumt, sauber und gut beleuchtet sein. Persönliche Gegenstände können reduziert werden, damit Interessenten sich besser vorstellen können, selbst dort zu wohnen.

Ein professioneller Makler übernimmt die Koordination der Besichtigungstermine, führt die Interessenten durch die Immobilie und beantwortet Fachfragen. Das entlastet Sie als Verkäufer und sorgt für eine objektive Präsentation.

Wichtig ist die Vorauswahl der Interessenten. Durch Prüfung der Bonität und Kaufabsicht werden nur seriöse Interessenten eingeladen. Das spart Zeit und Nerven – Sie müssen nicht Dutzende von Besichtigungen über sich ergehen lassen, bei denen am Ende nichts herauskommt.

Welche Unterlagen brauche ich für den Verkauf?

Beim Immobilienverkauf benötigen Sie verschiedene Dokumente. Dazu gehören Grundbuchauszug, Energieausweis, Baupläne, Flurkarte, Teilungserklärung (bei Eigentumswohnungen), Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen und Nachweise über durchgeführte Sanierungen.

Der Energieausweis ist gesetzlich vorgeschrieben und muss bei Besichtigungen vorgelegt werden. Fehlt er, drohen Bußgelder. Es gibt Verbrauchs- und Bedarfsausweise – welcher erforderlich ist, hängt vom Baujahr und Zustand der Immobilie ab.

Ein vollständiger Unterlagenordner beschleunigt den Verkaufsprozess erheblich. Käufer und deren Banken benötigen diese Dokumente für die Finanzierungszusage. Wer gut vorbereitet ist, vermeidet Verzögerungen und wirkt seriös.

Kann ich während des Verkaufs noch in der Immobilie wohnen?

Ja, das ist möglich und sogar üblich. Viele Verkäufer wohnen bis zum Notartermin in ihrer Immobilie. Bei Besichtigungen sollten Sie jedoch flexibel sein und kurzfristige Termine ermöglichen.

Bewohnte Immobilien wirken oft lebendiger als leerstehende Objekte. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Räume aufgeräumt und neutral präsentiert werden. Zu viele persönliche Gegenstände können potenzielle Käufer ablenken.

Der Übergabetermin wird im Kaufvertrag festgelegt. Zwischen Notartermin und tatsächlicher Übergabe liegen meist einige Wochen – genug Zeit, um den Umzug zu organisieren. Eine klare Abstimmung zwischen Verkäufer, Käufer und Makler sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

Was ist mit der Grundschuld auf meiner Immobilie?

Viele Immobilien sind mit einer Grundschuld belastet – meist aus der ursprünglichen Finanzierung. Beim Verkauf muss diese Grundschuld gelöscht oder auf den Käufer übertragen werden.

Die Löschung erfolgt über einen Notar, nachdem das Darlehen vollständig zurückgezahlt wurde. Die Bank stellt eine Löschungsbewilligung aus, die ins Grundbuch eingetragen wird. Dieser Prozess dauert einige Wochen und sollte frühzeitig eingeleitet werden.

Alternativ kann die Grundschuld bestehen bleiben, wenn der Käufer sie zur Finanzierung nutzen möchte. Das spart Notarkosten, muss aber vertraglich klar geregelt sein. Ein erfahrener Makler koordiniert diese Schritte und stellt sicher, dass alle rechtlichen Aspekte korrekt abgewickelt werden.

Wie lange dauert es bis zum Notartermin?

Nach Einigung zwischen Verkäufer und Käufer vergehen in der Regel zwei bis vier Wochen bis zum Notartermin. In dieser Zeit werden der Kaufvertrag vorbereitet, Finanzierungen geklärt und Unterlagen zusammengestellt.

Der Notar prüft alle rechtlichen Aspekte, erstellt den Kaufvertragsentwurf und verschickt ihn an beide Parteien. Dadurch haben sie Zeit den Entwurf zu prüfen – nutzen Sie die Zeit bis zum Notartermin um eventuelle Unklarheiten zu klären.

Beim Notartermin selbst werden die Unterschriften geleistet. Der Notar liest den Vertrag vor und erläutert alle Punkte. Danach wird der Eigentumsübergang ins Grundbuch eingetragen – das kann weitere Wochen dauern. Die Kaufpreiszahlung erfolgt über ein Notaranderkonto, sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein durchschnittlicher Immobilienverkauf in Villingen-Schwenningen?

Die durchschnittliche Verkaufsdauer liegt zwischen drei und sechs Monaten. Entscheidend sind realistische Preisgestaltung, professionelle Vermarktung und die Vorauswahl qualifizierter Interessenten.

Welche Unterlagen benötige ich für den Immobilienverkauf?

Sie benötigen Grundbuchauszug, Energieausweis, Baupläne, Flurkarte, bei Eigentumswohnungen die Teilungserklärung sowie Protokolle der Eigentümerversammlungen. Vollständige Unterlagen beschleunigen den Verkaufsprozess erheblich.

Muss ich meine Immobilie vor dem Verkauf renovieren?

Kleinere Schönheitsreparaturen lohnen sich meist, große Sanierungen rechnen sich selten. Eine realistische Werteinschätzung hilft bei der Entscheidung – oft ist es sinnvoller, den Preis anzupassen statt teuer zu renovieren.

Wie lange dauert es vom Verkauf bis zum Notartermin?

Nach Einigung zwischen Verkäufer und Käufer vergehen in der Regel zwei bis vier Wochen bis zum Notartermin. In dieser Zeit werden Kaufvertrag, Finanzierung und alle rechtlichen Aspekte vorbereitet.

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